Die Eichbaumoper

Wenn am 24. Juni 2009 die EICHBAUMOPER an der Haltestelle Eichbaum der Linie U-18 Uraufführung hat, findet ein außergewöhnliches Projekt seinen Abschluss: die EICHBAUMOPER

Die Haltestelle Eichbaum der U18 verwandelt sich in eine Oper! Zwischen Beton, Gitterstäben und Graffitis erklingen neue Arien und Geschichten, Orchester und Chöre, die von den Menschen neben uns erzählen. Sie verraten, wovon sie träumen und worauf sie warten.

Drei Komponisten und drei Autoren haben drei völlig verschiedene Opern geschrieben die eines verbindet: sie sind an der Haltestelle Eichbaum und in Zusammenarbeit mit den Nachbarn dort entstanden. Sie haben sich inspirieren lassen vom Lärm und den Geräuschen der Autobahn, sind geschrieben im Takt der U-Bahn.

Die Eichbaumoper beginnt am U-Bhf. Hirschlandplatz in Essen mit einer gemeinsamen U-Bahn-Fahrt zum Eichbaum. Gehen Sie mit auf die Reise und entdecken Sie die Oper mitten in der Stadt! Erleben sie drei einzigartige Uraufführungen, erleben sie die Eichbaumoper:

ENTGLEISUNG! EINE KAMMEROPER
Die Reise beginnt an der Haltestelle der U18 Hirschlandplatz in Essen. Reiseziel: Mülheim-Eichbaum. Die U18 fährt hier jeden Tag im 10-Minuten-Takt, bringt Menschen mit unterschiedlichsten Zielen an den Eichbaum, sieht Stammgäste, Pendler, Penner und Paare ein- und aussteigen. Und selbstverständlich auch das Publikum. Die U-Bahn nimmt sie auf, hört die Geschichten der Passagiere, spuckt alle an der Haltestelle Eichbaum wieder aus. Und sie träumt davon, einmal auch die Gleise verlassen zu können, so wie alle anderen.

Komposition/ Text:
Ari Benjamin Meyers/ Bernadette La Hengst
Musikalische Leitung:
Askan Geisler

SIMON DER ERWÄHLTE
Von einer anderen Zukunft träumt auch der junge Simon, der in Russland in einem Kloster aufwuchs. Als Baby dort ausgesetzt und von Mönchen aufgezogen, verlässt er nun mit einem Brief seiner Mutter im Gepäck die enge Welt und bricht in ein neues Leben auf. Er landet in Mülheim und beginnt zu arbeiten. Dort trifft er auf die Hauswirtin Anna, in die er sich auf den ersten Blick verliebt und sie sich in ihn. Doch dann findet sie den Brief, den sie selbst vor zwanzig Jahren schrieb. Viele Jahre später taucht Simon wieder auf und zeigt wundersame Fähigkeiten…

Komposition/ Text:
Isidora Zebeljan/ Boris Cicovacki
Musikalische Leitung:
Bernhard Stengel

FÜNFZEHN MINUTEN GEDRÄNGE
Gedränge am Bahnsteig: Menschen kommen und gehen hier ebenso wie die Geräusche der ankommenden und abfahrenden Züge und der vorbeirauschenden LKWs wie in einem ständigen Crescendo und Decrescendo. Und so kommen und gehen auch die Beziehungen und Geschichten von Max und Emma, Sven, Anna, Daniel, Sabine und vieler anderer Reisender, bis am Ende lediglich der Rhythmus des Eichbaums selbst verbleibt.

Komposition/ Text:
Felix Leuschner/ Reto Finger
Musikalische Leitung:
Clemens Jüngling

Regie:
Cordula Däuper

Künstlerische Leitung/ Bühne
Jan Liesegang, Matthias Rick (raumlaborberlin)

Kostüm
Beata Kornatowska

Dramaturgie
Sabine Reich (Schauspiel Essen), Anna Melcher (Musiktheater im Revier Gelsenkirchen), Matthias Frense (Ringolkschuppen Mülheim)

Produktionsleitung
Anne Kleiner

Technische Leitung
Michael Lüdiger (Schauspiel Essen)

Sängerensemble des MIR
Anna Agathonos, Engjellushe Duka, Elise Kaufman, Richetta Manager, Noriko Ogawa-Yatake, Hyun-Seung Oh, Piotr Prochera, William Saetre, Dong-Won Seo

Ensemblemitglieder des Schauspiel Essen
Siegfried Gressl, Carsten Otto, Nicola Thomas, Rezo Tschchikwischwili, Judith van der Werff

Mitglieder des Opernchores des MIR
Mit dem Orchester der Neuen Philharmonie Westfalen